Plasthub

PET — Polyethylenterephthalat

Polyethylenterephthalat

PET (Polyethylenterephthalat) ist ein teilkristalliner Polyester, der in zwei Varianten verarbeitet wird: amorph und transparent für optische Teile oder kristallin und steif für verstärkte technische Typen (Rynite, Arnite). Es vereint gute mechanische Festigkeit, Chemikalienbeständigkeit und Gasbarriere-Eigenschaften.

  • Werkzeugtemperatur: 15-140°C
  • Massetemperatur: 260-290°C
  • Schwindung: 0.2-2.0%
  • Dichte: 1.33-1.40
  • Hersteller-Typen: Rynite 530 (DuPont), Arnite A04 200 (DSM), Lighter C93 (Equipolymers)

Verarbeitung

PET ist stark hygroskopisch: Eine gründliche Trocknung von etwa 4 h bei 140 °C ist zwingend, um weniger als 50 ppm Feuchte zu erreichen, sonst verursacht Restwasser Hydrolyse, einen Viskositätsabfall und sehr spröde Teile. Die Masse zwischen 260 und 290 °C verarbeiten. Die Werkzeugtemperatur steuert die Kristallinität: Ein kaltes Werkzeug (15 bis 30 °C) friert das Material im amorphen, transparenten Zustand ein, während ein heißes Werkzeug (120 bis 140 °C) eine kontrollierte Kristallisation für steife verstärkte technische Typen fördert — daher der sehr breite Werkzeugtemperaturbereich (15 bis 140 °C).

Vorteile

  • Doppeltes Verhalten: amorph (transparent) oder kristallin (steif) je nach Werkzeugtemperatur
  • Gute mechanische Festigkeit und Steifigkeit, besonders bei glasfaserverstärkten Typen
  • Ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit und gute Gasbarriere-Eigenschaften
  • Gute Maßhaltigkeit der kristallinen technischen Typen

Grenzen

  • Stark hygroskopisch: gründliche Trocknung (≈ 4 h bei 140 °C, < 50 ppm) zwingend
  • Hydrolyseempfindlich: Feuchte baut das Material ab und versprödet die Teile
  • Enges Verarbeitungsfenster: Überhitzung und Scherung bauen das Polymer schnell ab
  • Kristallisation zu beherrschen: schlecht temperiertes Werkzeug bedeutet Verzug oder verlorene Transparenz

Häufige Spritzgussfehler

  • Silberschlieren — Restfeuchte und Hydrolyse: PET bei 140 °C auf unter 50 ppm trocknen
  • Spröde Teile — Hydrolytischer Abbau durch Feuchte: Trocknung verbessern und Verweilzeit begrenzen
  • Verzug — Unterschiedliche Kristallisation und Schwindung: Werkzeugtemperierung und Kühlung vereinheitlichen

Typische Anwendungen

Flaschen, Lebensmittelverpackungen, Textilfasern

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