PMMA — Polymethylmethacrylat (Plexiglas)
Polymethylmethacrylat (Plexiglas)
PMMA (Polymethylmethacrylat) oder Acryl ist ein amorpher Thermoplast, geschätzt für seine optische Transparenz und UV-Beständigkeit. Es ist der Referenzwerkstoff für optische Teile, Displays und Beschilderung, wo Klarheit und Witterungsstabilität im Vordergrund stehen.
- Werkzeugtemperatur: 50-80°C
- Massetemperatur: 220-260°C
- Schwindung: 0.2-0.8%
- Dichte: 1.17-1.20
- Hersteller-Typen: Plexiglas 8N (Röhm), Altuglas V825T (Arkema), Acryrex CM-205 (Chi Mei)
Verarbeitung
PMMA ist hygroskopisch: Eine Trocknung von etwa 2 bis 4 h bei 80 °C wird vor dem Spritzgießen empfohlen, sonst verursacht Feuchte Blasen und Silberschlieren, die die Transparenz ruinieren. Die Masse zwischen 220 und 260 °C verarbeiten, mit einem auf 50 bis 80 °C temperierten Werkzeug, gleichmäßigen Einspritzgeschwindigkeiten und hochglanzpolierten Werkzeugen, um die optische Oberflächenqualität zu erhalten.
Vorteile
- Außergewöhnliche optische Transparenz: Optik, Linsen, Displays
- Ausgezeichnete UV- und Witterungsbeständigkeit (vergilbt nicht)
- Schöne Oberfläche und guter Glanz
- Gute Maßhaltigkeit (amorph, geringe Schwindung)
Grenzen
- Hygroskopisch: Trocknung bei 80 °C erforderlich, um Blasen und Silberschlieren zu vermeiden
- Sprödes Material: geringe Schlagzähigkeit
- Kratzempfindlich ohne kratzfeste Oberflächenbehandlung
- Begrenzte Chemikalienbeständigkeit gegen Lösemittel und Alkohole
Häufige Spritzgussfehler
- Silberschlieren — Restfeuchte: PMMA bei 80 °C vor dem Spritzgießen trocknen
- Blasen — Zu Dampf verdampfende Feuchte: Trocknung verbessern und Material entgasen
- Spröde Teile — Intrinsisch sprödes Material und Kerben: Kanten abrunden und innere Spannungen begrenzen
Typische Anwendungen
Optik, Kfz-Rückleuchten, Beschilderung, Vitrinen