Plasthub

TPE — Thermoplastisches Elastomer

Thermoplastisches Elastomer

TPE (thermoplastisches Elastomer) vom styrolbasierten Typ oder TPV (Santoprene, Thermolast K, Dryflex) verbindet die Elastizität von Gummi mit der Verarbeitbarkeit von Thermoplasten. Weich und recyclebar ist es der Referenzwerkstoff für Umspritzung und Soft-Touch-Teile (Griffe, Dichtungen, Handgriffe).

  • Werkzeugtemperatur: 20-50°C
  • Massetemperatur: 180-230°C
  • Schwindung: 0.5-2.0%
  • Dichte: 0.90-1.25
  • Hersteller-Typen: Santoprene 101-73 (Celanese), Thermolast K (Kraiburg TPE), Dryflex (HEXPOL)

Verarbeitung

TPE benötigt je nach Typ in der Regel wenig oder keine Trocknung, was die Verarbeitung vereinfacht. Die Masse zwischen 180 und 230 °C verarbeiten, mit einem auf 20 bis 50 °C temperierten Werkzeug. Seine niedrige Viskosität und Weichheit erfordern eine gute Werkzeugschließkraft und sorgfältig ausgelegte Entlüftungen, um Grat zu vermeiden, sowie besondere Sorgfalt bei der Haftung während der Zweikomponenten-Umspritzung.

Vorteile

  • Gummielastizität mit thermoplastischer Verarbeitung
  • Ideal für Umspritzung und Soft-Touch-Oberflächen
  • Recyclebar, im Gegensatz zu vulkanisierten Gummis
  • Breiter Shore-A-Härtebereich je nach Typ

Grenzen

  • Weiches Material mit niedriger Viskosität: neigt zu Grat
  • Geringere Temperatur- und Kriechbeständigkeit als vulkanisierte Elastomere
  • Umspritzungshaftung je nach Substrat zu validieren
  • Begrenzte mechanische Festigkeit der weichsten Typen

Häufige Spritzgussfehler

  • Grat — Weiches Material mit niedriger Viskosität: Druck senken, Werkzeugschließkraft und Entlüftung verbessern
  • Bindenähte — Abgekühlte Fließfront: Massetemperatur und Einspritzgeschwindigkeit erhöhen
  • Einfallstellen — Bei dicken Wänden: Nachdruck und Nachdruckzeit erhöhen

Typische Anwendungen

Griffe, Dichtungen, Umspritzung, flexible Teile, Handgriffe

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